Kennst du dieses Gefühl, wenn dich etwas so richtig getriggert und du innerlich sofort im Drama landest? Manchmal reicht ein Wort oder ein Blick und zack, bist du mittendrin im emotionalen Strudel, in den Gedankenschleifen, alte Geschichten und Schuldzuweisungen. Die Empörung über den anderen ist laut und intensiv. Und gleichzeitig spürst du vielleicht dieses innere Ziehen zwischen „Ich will da raus“ und „Es tut einfach zu weh“. Gerade Menschen mit einer feinen Wahrnehmung, einer tiefen Spiritualität und dem Wunsch nach Wahrheit, Harmonie und Freiheit kennen das nur zu gut. Sie spüren viel – manchmal zu viel – und ziehen sich innerlich zurück, aus Angst, zu anders oder zu sensibel zu sein.
Dieser Artikel ist eine neue Perspektive auf das Thema Trigger. Kein Selbstoptimierungswahn. Kein „Du musst dich reparieren“. Sondern eine Einladung hinter den Trigger zu schauen und die Perspektive zu wechseln. Weniger Drama, mehr Fühlen, mehr Du.
Ich teile außerdem mit dir eine sehr effektive Art durch 4 Perspektiven deine Trigger zu enttarnen und für dich so zu drehen, dass du alte Muster erkennen für dich einen neuen Narrativ finden kannst.
Trigger sind keine Feinde – sie sind wie Taschenlampen und zeigen, was in dir lebendig ist
Gerade ist noch alles friedlich, und dann reicht ein Wort vom Partner:in und du siehst rot. Dein Kind hat die Küche im Chaos hinterlassen oder die Nachbarin hat XY zu dir gesagt und in Sekundenschnelle geht innerlich der Alarm an. Vielleicht ärgert es dich, vielleicht gibt es Diskussionen, vielleicht ziehst du dich enttäuscht zurück. Ein Trigger bedeutet nicht, dass du unreif bist. Er bedeutet auch nicht, dass du erst noch „alles auflösen“ musst, um ein entspannter Mensch zu werden.
Trigger sind Hinweise. Sie zeigen dir, wo etwas in dir berührt wird – oft sehr alt, oft sehr schmerzhaft. Sie sind eine Einladung hinzuschauen was das eigentliche Thema hinter dem Problem/Auslöser ist. Häufig hängen sie mit Ängsten, Glaubensmustern oder früheren Erfahrungen zusammen. Zum Beispiel mit dem Gefühl, nicht wichtig sein oder dich selbst schützen zu müssen. Du kannst hinschauen oder in der Dramaschleife bleiben.
In der Dramaspirale zu bleiben heißt:
-
dir immer wieder dieselbe Geschichte zu erzählen
-
die Verantwortung für deine Gefühle nach außen abzugeben
-
dich innerlich klein und ohnmächtig zu fühlen
Verantwortung für dich in Trigger Momenten zu übernehmen heißt nicht, Schuld anderer auf dich zu laden oder grenzüberschreitendes Verhalten zu tolerieren. Sondern es heißt:
- dir deine Macht zurückzuholen
- Verantwortung für deine Gefühle zu übernehmen
- Hinzuschauen und zu fühlen was in dir lebendig ist
Und genau hier setzt schamanische Arbeit an.
Schamanische Arbeit ist Shape Shifting
Wusstest du dass Schildkröten ihre Augenstellung aktiv verändern können, um unterschiedliche Perspektiven einnehmen? Definitiv eine Fähigkeit, die Gold wert ist, wenn es darum geht, unseren Alltag und unsere Trigger einmal mit anderen Augen zu sehen.
Im Schamanismus nennen wir das Shape Shifting: die bewusste Veränderung deiner Perspektive.
Nicht die Situation selbst hält dich im Drama – sondern das Label, das du ihr gibst. Wenn du den Blickwinkel veränderst, verändert sich deine innere Ordnung und wie du die Situation bewertest. Und wenn innere Sicherheit wieder da ist, kann echte Transformation stattfinden.
Diese innere Arbeit schafft Heilung, statt dich weiter anzutreiben.

"Finde heraus, was dir hilft die liebevollste, großzügigste und furchtloseste Version von dir zum Vorschein zu bringen, und gehe diesen Dingen nach, als ob es nichts Wichtigeres gäbe. Denn das gibt es nicht."
George Saunders
Du hast die Wahl - Drama oder Verantwortung für dich übernehmen
Wenn wir mit Menschen in Beziehung oder im Kontakt sind, wird es immer Reibungspunkte geben. Es wird immer Situationen geben, die dir deine eigenen wunden Punkte spiegeln und dich "triggern".
Du hast immer eine Wahl wie du damit umgehen kannst. Du kannst weiter den anderen die Schuld geben, dass du enttäuscht wirst, traurig bist oder sie dich wütend machen. Du kannst dich leise zurückziehen und dich fragen, warum das immer wieder passiert.
ODER...
Du schaust hin und hinterfragst, was da wirklich in dir gerade reaktiv ist. Auf welche alte Geschichte ist gerade der innere Scheinwerfer gerichtet? Denn deine Gefühle, sind deine Verantwortung. So wie dein Gegenüber für ihre/seine Gefühle & Verhalten verantwortlich ist. Hand aufs Herz - niemand zwingt dich nicht wütend/traurig/verägert zu sein, dass ist dein Verantwortungsbereich. Also lass uns hinschauen.
Gerade wenn du dich danach in Gedankenschleifen verlierst, kann es helfen hinzuschauen. Denn die gute Nachricht ist, dass alle Trigger oder Wunden, die in frühesten Beziehungen entstanden sind (frühere Partner, Kindheit usw), werden auch in Beziehung mit anderen Menschen sichtbar und können so auch von dir geshiftet werden.
Die 4‑Perspektiven‑Übung – Raus aus dem Drama, zurück in deine Kraft
Diese Übung ist ist auch Teil meiner eigenen inneren Arbeit und meiner Arbeit im 1:1. Du kannst diese Übung sowohl als SOS‑Lösung im akuten Moment - sozusagen als deine Exitstrategie um als dem Drama-Kreislauf auszusteigen nutzen, oder als auch ein kraftvolles Tool zur Selbstreflexion danach.
Du durchläufst die Situation bewusst aus vier Blickwinkeln basierend auf den vier andenschamanischen Archetypen und den Qualitäten der Himmelsrichtungen.
Du wirst den eigentlichen Trigger neu bewerten und dahinter schauen, um zu verstehen welche alte Erfahrung oder alte "Wunde" gerade wirklich reaktiv geworden ist. Und genau das ist die Einladung diese alte Geschichte für dich aus einer neuen Perspektive zu betrachten zu shiften, so dass du darin das (Lern)Geschenk erkennen kannst.
1. Perspektive:
Süden – Schlange
Die objektive Realität
Was ist die objektive Sachlage?
Frage dich:
-
Was ist faktisch passiert?
-
Ohne „immer“, ohne „nie“, ohne Interpretation.
Stell dir vor, eine Kamera hätte die Situation gefilmt. Nur das, was sichtbar und hörbar ist.
Das bringt dich raus aus dem emotionalen Strudel und zurück in die Objektivität und deine Selbstwirksamkeit.
Beispiel:
Die Küche ist unaufgeräumt.
2. Perspektive:
Westen – Jaguar
Die Bühne deines Dramas
Jetzt geht darum, was alle in dir gerade los ist. Hier darfst du fühlen. Frage dich:
-
Welche Gefühle sind da?
-
Wut, Traurigkeit, Ohnmacht, Angst?
- Welche Gedanken kommen hoch?
Benenne sie, gerne auch laut. Nicht, um sie wegzumachen, sondern um ihnen Raum zu geben und um gesehen zu werden. Jetzt darf alles da sein, ohne Bewertung.
Beispiel:
Ich bin wütend. Es fühlt sich, als ob ich alles machen muss.
3. Perspektive:
Osten – Kondor
Die Metaperspektive
Jetzt tritt innerlich einen Schritt zurück. Nimm die Vogelperspektive ein.
-
Welches übergeordnete Muster erkennst du?
-
Kennst du dieses Gefühl oder diese Situation von früher?
-
Welche alte Überzeugung ist jetzt aktiv?
Hier beginnt innere Expansion: Du bist nicht mehr in der Geschichte – du beobachtest sie.
Beispiel:
Glaubenssatz - Ich bin auf mich allein gestellt.
4. Perspektive:
Norden – Kolibri
Das Geschenk erkennen
Der herausforderndste und heilsamste Schritt. Du weißt jetzt was hinter dem Trigger steht. Frage dich:
-
Welches Geschenk steckt in dieser Situation?
-
Wie kannst du dich neu positionieren?
Vielleicht nicht sofort. Manchmal zeigt es sich erst am nächsten Tag. Aber es wird kommen. Ein neues Narrativ, das dich stärkt, statt schwächt.
Beispiel:Als Kind waren meine Eltern für mich nicht da, heute gebe ich mir Halt.
Dein Weg aus dem Drama beginnt mit einem Perspektivwechsel
Du musst nicht alles alleine schaffen. Und du musst auch nicht „fertig geheilt“ sein, um bewusst zu leben.
Manchmal reicht ein neuer Blickwinkel. Ein Moment von Ehrlichkeit. Ein sicherer Raum.
Wenn du spürst, dass du dir dabei Begleitung wünschst – dann darfst du dich halten lassen.
In deinem Tempo. In deinem Rückzug. In deinem Heilraum.
♡ Du darfst fühlen, was du fühlst. Und es ist sicher, du selbst zu sein. Ich begleite dich gerne dabei, tiefer zu schauen und alte Muster aufzulösen.

Verantwortung ohne Selbstverurteilung
Diese innere Arbeit hat weder etwas mit Selbstoptimierung zu tun noch damit, nie mehr getriggert sein zu wollen. Du bist nicht kaputt, du bist einfach ein Mensch mit Erfahrungen. Es ist aber an der Zeit, Trigger im neuen Licht zu sehen.
Verantwortung für deine Gefühle und deine Trigger zu übernehmen bedeutet:
♡ dich selbst ernst zu nehmen
♡ dich nicht länger im Drama zu verlieren
♡ dir innere Neuordnung zu schenken
Gerade wenn du dir wünschst, aus wiederkehrenden Dramaschleifen auszusteigen, ist das ein kraftvoller Schritt zurück in deine eigene Mitte und zurück in deine Selbstwirksamkeit.
Ein letzter Gedanke & meine Einladung
Ich bin gespannt, wie ob du beim nächsten Trigger - der bestimmt kommt - dann mit dem Perspektivenwechsel für dich neue Blickwinkel finden kannst. ;) Berichte gerne in den Kommentaren von deine Erfahrungen.
Vielleicht merkst du beim Lesen, dass sich etwas in dir leise entspannt hat. Dass du spürst: Ich muss mich nicht länger im Drama verlieren. Und ich muss mich auch nicht optimieren, um richtig zu sein.
Bewusstsein beginnt dort, wo du bereit bist, ehrlich hinzuschauen ohne dich selbst zu verurteilen.
Wenn du diesen Weg nicht alleine gehen möchtest, lade ich dich ein, dich begleiten zu lassen. In einem geschützten und gehaltenen Raum, in dem alle deine Gefühle willkommen sind und deine innere Transformation in deinem Tempo geschehen darf. Schreib mir einfach.
Du musst nicht erst „fertig“ sein, um loszugehen. Du darfst genau so beginnen, wie du jetzt bist.
Über mich
Ich bin Nicole – Mutmacherin, Schamanin und Wegbegleiterin für Frauen im Wandel. Ich öffne Heilräume für tiefe Transformation und Herzöffnung. Mit Ritualen, Energie-arbeit, Achtsamkeit und viel Gefühl unterstütze ich dich dabei, dich mit deiner inneren Kraft zu verbinden und deine eigene Magie (wieder) zu entdecken.
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